Gedenkfeier zum 9. November

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In einer feierlichen Gedenkstunde erinnerten heute Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11 an die Reichspogromnacht am 9. November 1938. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren musste die Gedenkfeier in diesem Jahr pandemiebedingt unter besonderen Umständen, d. h. ohne Gottesdienst und Schweigemarsch ausschließlich in der Schule stattfinden. Dennoch gelang eine würdevolle Feier, in der Schülerinnen und Schüler beeindruckende Beiträge vorstellten. 

 Unter der Leitung von StD' Maria von Wahlde hatte eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Fachgruppen Politik, Werte und Normen, Ev. und Kath. Religion sowie Musik den äußeren Rahmen organisisiert und dabei lange verantwortungsvoll um das derzeit hinsichtlich des Gesundheitsschutzes vertretbare Prozedere gerungen. So kamen in der Europahalle stellvertretend für die Schulgemeinschaft nur die Schülerinnen und Schüler des Jahrgangs 11 sowie wenige ausgewählte Gäste wie Bürgermeister Kristian Kater und Christa Plagemann von der Gesellschaft für jüdisch-christliche Zusammenarbeit zusammen. Neben feierlichen Musikbeiträgen von OStR' Miriam Humphreys (Fachobfrau Musik) am Klavier sowie Ida Bergen (Jg. 13) an der Gitarre wurde erstmalig der bereits 2018 gedrehte Film "Splitter im Kopf" vorgestellt, flankiert von Reflexionen der Schülerinnen Charlotte Havers und Lina Kröger (beide Jg. 12) sowie des Regisseurs, StR Dirk von Frommann, über strukturellen Rassimus in unserer Gesellschaft. In weiteren Beiträgen erinnerten Schülerinnen und Schüler der Religions- und Werte und Normen-Kurse an die schrecklichen Ereignisse der Reichspogromnacht und die Deportation der jüdischen Vechtaer Familien Gersson, Marx und Bloch. Die in der Stadt vor den ehemaligen Wohnhäusern dieser Familien verlegten "Stolpersteine" waren bereits in der vergangenen Woche von weiteren Freiwilligen gesäubert und mit Blumen und Kerzen versehen worden. In ihren Reden betonten sowohl Bürgermeister Kristian Kater als auch OStD' Inge Wenzel die Notwendigkeit von Zivilcourage und Einsatz gegen Rassimus und Antisemitismus. Christa Plagemann dankte allen Schülerinnen und Schülern für ihren großartigen Einsatz.  

An dieser Stelle sei allen SchülerInnen, KollegInnen und Mitwirkenden sehr herzlich gedankt, deren vielfältiges Engagement dazu beigetragen hat, dass eine derart wichtige Veranstaltung auch unter Pandemiebedingungen würdevoll gestaltet werden konnte!

 

OStR Ingo Babilon

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