Eine Erdkundestunde auf dem Hof

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Im Rahmen der Unterrichtseinheit „Ressourcennutzung und Nachhaltigkeit“ ging es im Unterricht der Klasse 10 FLa unter anderem um Themen wie „Biokraftstoffe“, „Biogasanlagen“, „Boden“ und „Wasser“. Während des Unterrichts traten immer wieder Bezüge zum Oldenburger Münsterland bzw. zum Landkreis Vechta auf. Schnell wurde dabei deutlich, dass der heimische ländliche Raum zu wenig von den Schülerinnen und Schülern wahrgenommen wurde/wird. Daher waren alle froh, dass wir einen kurzfristigen Termin am 30.06.2021 über unseren Kooperationspartner RUBA e.V. bei den Höfen Sören Meyer, Biogasanlagenbetreiber (Goldenstedt) und Erdbeerhof Kock (Goldenstedt) bekamen.

Es wurde auf beiden Betrieben ein guter Einblick in den Alltag eines Landwirtes gegeben.

Beeindruckend war, dass deutschlandweit hohe Standards in der Tierhaltung gelten und dennoch viele Produkte meist aus Ländern stammen, die diese Standards nicht einhalten müssen (Bsp Eier). Sören Meyer erklärte u.a. anschaulich wie kostenintensiv eine mögliche Störung der Biogasanlage sei. Durch weitere hohe Investitionen muss er nicht mehr 24/7 in seine Anlage einspeisen, sondern kann Energie in Form von Wärme „lagern“.

Obwohl einzelne SuS oft Erdbeeren bei dem Erdbeerhof Kock kaufen, hatten viele kein Wissen über die viele Arbeit, die hohen Investitionen und die enorme Abhängigkeit von den Marktriesen. Da die ersten Erdbeeren der Saison wirtschaftlich bedeutend sind, sei es sehr wichtig, frühzeitig Erdbeeren auf den Markt zu bringen. Die Konkurrenz sei im Oldenburger Münsterland sehr stark. Herr Kock erklärte diese wirtschaftlichen Aspekte sehr schülernah.

Dieses sind nur Teilbereiche der vielen Fachinhalte, die auf den Höfen vermittelt wurde. Die Schüler kamen mit vielen fachbezogenen Fragen, die teilweise vorurteilsbehaftet waren. Die bisherigen teils negativen Sichtweisen der Schülerinnen und Schüler wurde respektvoll, aber auch kritisch diskutiert. So konnte das Erfahrene, Gefühlte und Gesehene zu Hause noch mal kritisch überdacht werden. Es wurde bewusst, dass die Konsumenten Ursachenträger sind.

Auf beiden Höfen bekamen die Schüler mit, wie wissens- und technologieintensiv Landwirtschaft betrieben wird. Sie bekamen real mit, was es heutzutage bedeutet, einen Veredlungsbetrieb zu führen. Sie waren erstaunt darüber, wie stark „Lebensmittelriesen“ wie Aldi, Lidl oder Rewe die Wirtschaftsweise des Landwirtes bestimmen.

Die SuS lobten die gute Organisation, die schülernahe Erklärungen der Landwirte und hatten zudem viel Spaß an dem Vormittag.

 

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