Prof. Dr. Deininger mit einer klaren Message - Vortrag über Rücken- und Gelenkerkrankungen

Am Montag, den 29.10.18, hielt Herr Prof. Dr. Deininger in der Aula des Antonianums einen Vortrag über ,,Rücken- und Gelenkgesundheit in der Schule – und darüber hinaus“. Herr Deininger ist Neurochirurg an den Paracelsus Kliniken Osnabrück und dort Leiter des Wirbelsäulenzentrums bzw. Sektionsleiter Wirbelsäulenchirurgie.

Herr Deininger muss sich angesichts der sehr häufigen Rücken- und Gelenkerkrankungen keine Sorgen um seinen Beruf und mangelnde Patienten machen. Dennoch ist sein Anliegen, den Menschen, gerade auch jungen Menschen, die Zusammenhänge darzulegen, die zu Wirbelsäulen- und Gelenkerkrankungen führen und somit präventiv zu wirken. Er will die Menschen eben nicht als Patienten auf seinem OP-Tisch wiedersehen.

Das Zauberwort heißt ,,Sport“, und zwar bestenfalls fünf Mal die Woche ½ Stunde schweißtreibenden Sport (Ausdauertraining + Kraftsport) treiben, das vermindert oder verhindert eine Vielzahl von Krankheiten bzw. gesundheitlichen Beeinträchtigungen, so die Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Warum sollte man Sport treiben?

Sport fördert die Durchblutung und den Abtransport von schädlichen Abbauprodukten des Körpers. Sport hemmt (chronische) Entzündungen, die Erkrankungen verursachen. Muskeln produzieren Stoffe, die Schmerzen lindern. Fettleibigkeit verursacht chronische Entzündungen. Durch chronische Entzündungen können sich Gelenke auflösen, instabil werden und schmerzen (Arthrose).

Kurzum Sport verlängert das Leben und bessert die Gesundheit.

Inge Wenzel

 

 

Treten Schmerzen auf, sei die korrekte Diagnostik, so Herr Deininger, für den behandelnden Arzt schwierig. Die häufigsten Therapien, Operationen oder durch Medikamente, seien mit Nachteilen und Risiken verbunden. Daher müsse sich der Merksatz ,,Keine Ausreden – einfach Sport machen bis der Schweiß fließt“ einprägen.

Herr Deininger wies darauf hin, dass es eigentlich keine Risikogruppe gebe. Rücken- und Gelenkerkrankungen können jeden treffen. Die Zahlen sprechen dafür: 2/3 aller Arbeitnehmer/innen in Deutschland klagen über Verspannungen im Nacken sowie Rückenschmerzen. Laut Techniker Krankenkasse sorgten im Jahr 2014 Rückenschmerzen für 40 Millionen Fehltage im Jahr in Deutschland.

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