Meeting Number 2! Antonianer blicken über den Tellerrand hinaus in die Welt!

  • Ghana

Der Erdkundekurs Ek2 von Frau Hartmann hat sich erneut mit Schülern aus Ghana im Rahmen der Initiative „Black & White“ ausgetauscht. Linn Hüttmeyer und Grace Kosturi haben die Anliegen der Antonianer vertreten. Unter der Leitung der Projekt-Koordinatoren Dr. Emmanuel Ametepeh und Jospeh Tapena ging es vor allem um „development problems“, (religious) conflicts, peace and security in Ghana“.

Die Schüler erfuhren, dass es in Ghana große Entwicklungsunterschiede gebe. So sei der Süden aufgrund seiner fruchtbaren Böden, seiner wirtschaftlichen Stärke und der damit verbundenen hohen Anziehungskraft für die Bevölkerung weiter entwickelt als der Norden. Disparitäten gebe es aber auch zwischen Stadt und Land. Gerade der ländliche Raum leide unter maroden Straßen, mangelnder medizinischer Versorgung oder fehlender Elektrizität. Auch wenn die Probleme bekannt seien, gebe es zu wenig Maßnahmen, um die Entwicklungsunterschiede zu beheben. Bad Governance und die damit einhergehende Korruption würden ein großes Entwicklungshemmnis darstellen und immer wieder zu Unruhen im Land führen, die auch in gewalttätigen Auseinandersetzungen enden könnten. Viele Menschen hätten das Vertrauen in die Polizei verloren. Ähnlich problematisch sei auch die Arbeitslosigkeit und Perspektivlosigkeit der jungen Bevölkerung. Im Gegensatz zu Deutschland fehlen schließlich soziale Sicherungssysteme, um Menschen vor Armut und Hunger zu bewahren. Es sei nicht leicht für Ghana, diese Probleme zu bewältigen, trotzdem versuche das Land, seinen eigenen Weg zu finden und zu gehen. Unterstützung von außen sei dabei wichtig, auch im Rahmen der Klimapolitik. Schließlich würden wir mit unserem Konsum von Kakaoprodukten auch die Landwirtschaft in Ghana beeinflussen, die wiederrum mit kürzer werdenden Regenzeiten zu kämpfen habe. Dass klimatische Veränderungen eine weitere Herausforderung nicht nur für Ghana, sondern auch für Deutschland darstellen, sei unumstritten und soll daher in einem weiteren Meeting thematisiert werden. Grundsätzlich planen beide Seiten, zukünftig auch über gemeinsame Foren zu kommunizieren.

Laura Hartmann

 

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