Exkursion ins KZ-Neuengamme

17.06.2026

Am Donnerstag den 11.06. sind wir, der 10. Jahrgang, zu der Gedenkstätte des KZ Neuengamme, von 1938 bis 1945 ein Arbeitslager der SS nahe Hamburg, gefahren.

Kurz nach 8 Uhr sind wir in Vechta mit dem Bus gestartet und gegen 12 Uhr in Neuengamme angekommen. Passend zur Stimmung wurden wir in Neuengamme mit einem Regenschauer empfangen. Nach der Ankunft haben wir gemeinsam mit unserem Religions- bzw. Werte und Normen Kurs eine Führung über das Gelände des KZ erhalten. Dabei haben wir Dinge, wie den Appellplatz, auf dem die Gefangenen stundenlang stehen mussten, gedemütigt wurden und gezwungen waren, Hinrichtungen zuzuschauen, hautnah erlebt. Hier waren auch die ehemaligen Baracken, in denen die Gefangenen untergebracht worden sind, gekennzeichnet. Außerdem haben wir den Ort des ehemaligen Bahnhofs, an dem die Deportierten damals ankamen, den Ort des ehemaligen Krematoriums, das Klinkerwerk und das Gelände der Wohngebäude der SS gesehen. Durch die Führung haben wir Einblicke in die Einzelheiten des KZ bekommen und eine Menge neuer Informationen und Details gelernt, die im Unterricht nicht in dieser Art und Weise vermittelt werden konnten. Nach der Führung hatten wir ca. eine Stunde Zeit uns eigenständig auf dem Gelände zu bewegen und umzusehen. Dabei konnte man sich in Ruhe das Gelände und die Ausstellung anschauen, in der man genauere Einblicke in das Lagerleben der Gefangenen erfahren konnte und einem die Schicksale einzelner Personen durch Audioaufnahmen und Biografien nähergebracht wurden. Einige von und haben sich auch das Denkmal angeschaut und sind in das Haus des Gedenkens gegangen, in dem den Todesopfern gedacht wird.

Der Besuch war eine sehr wichtige und interessante Erfahrung, in der wir sehr viel gelernt und erlebt haben und die uns das Geschehene näherbrachte. Dabei wurde ein emotionaler Zugang geschaffen, der nicht über den normalen Geschichtsunterricht oder Bilder vermittelt werden kann. Der Aufenthalt vor Ort macht die Geschichte realer und verständlicher und hilft das Ausmaß besser zu begreifen.

(Ronja Riehn, Yasmine Belfqih)